Die Auswahl an Netbooks ist momentan sehr groß. Fast alle Computerhersteller bieten zur Zeit Netbooks an. Nachdem mein Asus EeePC 4G nicht lange gehalten hat, habe ich mich nun für ein Acer Aspire One entschieden. Meine persönlichen Gründe hierfür waren das Design, die Verarbeitung, das BS, die angenehme Tastatur, und der Preis
.
Technische Daten / Abmessung
Abmessung: 248 (W) x 171 (D) x 30/33 (H) mm
Gewicht: < 1kg
CPU: Intel Atom N270 (1.6GHz)
Betriebssystem: Linux
RAM Standard: 1024MB
Festplatte: 120GB HDD
Displaygröße/-typ: 8,9″ TFT (LED Backlight)
Displayauflösung: 1024 x 600
Akkutechnologie: Li-Ion Akku (3 Zellen)
Anschlüsse: 3x USB (2.0), 1x Lautsprecher/Kopfhörer/Line-out, 1x Mikrofon-in, 1x Line-in, SD Cardreader, 5-in-1 Cardreader (MMC, SD, MS, MS Pro, xD),
Webcam
Alltagstauglichkeit ( arbeiten mit Linpus)
Der AAOist wirklich portable. Er passt auch in kleinere Taschen, und das Gewicht ist akzeptabel. Der verarbeitete Intel Atom N270 ist stromsparend, und daher sehr gut für mobile Einsätze geeignet. Das vorinstallierte Linus Linpus bietet sehr viele Programme, die für mobile Verwendungszwecke vollkommen ausreichen. Das System bootet innerhalb von 24 Sekunden vollständig, und auch das arbeiten ist flüssig möglich.
Linpus ist sehr anwenderfreundlich. Das System wird auf dem Startbildschirm in 4 große Gruppen unterteilt.
Verbinde: alles rund um das WWW, Browser, Email, RSS, Messanger, Wikipedia, Google Maps, Hotmail.
Arbeit: OpenOffice 2.3 ( Text, Tabellen, Präsentationen), reicht für einfache Office-Arbeiten, enthalten sind auch Utilities wie Kalender, Notize, Rechner
Spaß: Spiele, MediaPlayer, Fotomanager, Webcam, Paint
Dateien: Downloads, Musik, Bilder, alle Ordner die man so benötigt
Alle Programme sind sehr leicht zu bedienen, und arbeiten zuverlässig ohne Abstürze oder Freezes.
Anschlüsse
Das AAO besitzt mehr Anschlüsse als mein Macbook. Es sind 3 USB-Anschlüße vorhanden, soviele sind bei dem Anwendungsgebiet eines Netbooks fast schon überdimensioniert. Die CardReader sind sehr praktisch. Der linke CR dient der Speichererweiterung. Die eingelegte CD-Karte muss schon vor dem Bootvorgang eingelegt sein, damit der Storage Manager die Kapazität der SD-Karte dem vorhandenen Speicher hinzufügen kann. Der rechte CR ist für den mobilen Einsatz von Speicherkarten konzipiert.
Weiterhin ist es möglich sogar einen externen Monitor anzuschließen.
Display
Das Display besitzt eine Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln. Internetseiten werden angenehm dargestellt, und lassen sich problemlos lesen. Die Helligkeit ist regulierbar, und auch auf der geringsten Stufe ist das Display noch sehr gut zu erkennen ( ich dimme das Display immer komplett runter). Die Darstellung ist gestochen scharf.
Tastatur
Von allen Netbooks hat das AAO die angenehmste Tastatur. Sie ermöglicht mit kurzer Gewöhnungsphase sogar die Möglichkeit mit 10 Fingern zu schreiben. Der Druckpunkt ist sehr angenehm. Weiterhin ist kein unangenehmes klicken, oder knarzen zu vernehmen.
Das Touchpad hingegen ist sehr klein. Das navigieren funktioniert zwar genau, aber teilweise erwischt man eine, an den Seiten angelegte, Maustaste.
Akku
Der Akku ist ein Schwachpunkt. Mit komplett runtergedimmten Display, Wlan, Browser, und Emailprogramm hält der Akku ca 2.5 Stunden. Der Ladeprozess ist zwar angenehm kurz, aber einen kompletten Tag in der Uni überlebt das AAO nicht ( jedenfalls nicht mit 1 Freistunde
).
Lüfter
Der Lüfter ist für mich als Macuser extrem laut ( andere sehen das anders), aber wer google mit ( FanControl, Acer Aspire One) fütter, der wird für alle Betriebssysteme ein kleines Skript finden. Mit diesem wird das AAO flüsterleise.
Fazit
Das AAO ist ein wirklich schönes Netbook. Acer hat sich bei dem Book wirklich Gedanken über das Anwendungsgebiet eines Netbooks gemacht. Die Programme sind einfach, das ganze System ist verständlich, und keinesfalls arg gewöhnungsbedürftig. Jeder dürfte innerhalb der ersten 5 Minuten wissen wo er gewissen Anwendungen findet. Die Verarbeitung ist besonders gut. Die Kanten sind sauber, und es gibt keine Spaltmassen. Die Scharniere schließen sehr gut, und knarzen nicht. Das AAO ist mit 350€ mit der Ausstattung eines der preiswertesten Netbooks, die Verarbeitung lässt aber auf etwas ganz anderes schließen. Im Bekanntenkreis gibt es einige EEE 900 und EEE 1000, ich möchte fast sagen, dass Acer mit dem AAO im Punkt Design, und bei der Verarbeitung viel besser abschneidet. Das Display ist klar, und farbenfroh -für ein Netbook wirklich gut. Die eingebaute Webcam ist für mich nicht relevant, sie macht aber gute Bilder (scharf, keine Verzögerungen), als Vergleich dient die Apple iSight.
Nachdem ich lange gesucht habe bin ich mit meinem AAO wirklich sehr glücklich. Das beste daran ist – ich wollte es kaufen, und habe es schlussendlich bei einer Ladeneröffnung gewonnen *freu*. Da ich es in den nächsten Tagen gekauft hätte ist das natürlich super – den Kauf hätte ich somit auch nicht bereut.
Wer weniger Speicherplatz benötigt sollte sich den technisch identischen AAO 110 ansehen.
**Update**
Nach 2.5 Tagen ist mein AAO 150L bereits defekt, alle Rettungsversuche waren vergebens. Mein nächstes Netbook wird kein Acer.