Juhu, ein neues Netbook. Ich dachte ja schon, dass Dell mich vergessen hat
Mit dem „Dell Inspiron Mini 9″ liefert Dell ein ultra-kompaktes Netbook ab. Mit einem Gewicht von unter 1 Kg macht der „Mini“ seinem Namen alle Ehre. Er ist sehr flach und klein, wirkt aber keinesfalls zerbrechlich, oder gar billig.
Ich persönlich habe mir die kleinste Konfiguration bestellt, da ich eine schnellere, und größere SSD (runcore) einbauen möchte. Ausserdem bevorzuge ich Linux vor WinXP.
Technische Daten
SSD ( 4GB)
Intel Atom N270 (1,60 GHZ, 533 MHz, 512 KB Cache)
GraKa: Intel Graphis Media Accelerator 950
Display: 8,9-Zoll-WSVGA (WLED)-Display mit TrueLife
Arbeitsspeicher: 2GB
3 USB-Schnittstellen
4-in-1 Kartenleser
2 Audioanschlüsse
Netzwerkadapteranschluss
VGA-Schnittstelle
Verarbeitung
Der Mini ist sehr gut verarbeitet. Es gibt keine Kanten, oder unebene Spaltmassen. Das Displayscharnier ist schwergängig, und lässt sich ohne Knarzen öffnen. Auch der Akku sitzt bombenfest.
Tastatur
Die Tastatur ist auf Grund der Netbookgröße etwas klein, ich würde sie mit der des Eee901 vergleichen. Für kurze Texte, und eine mobile Surfsession ist die Tastatur aber mehr als ausreichend. Dell hat die Funktionstasten auf schon vorhandene Tasten verlegt. So sind die Zahlentasten zusätzlich mit anderen Funktionen ( heller/dunkler, Wlanswitch usw.) belegt. Leider biegt sich die Tastatur in der Mitte etwas durch, beim reinen tippen fällt das aber nicht weiter auf.
Trackpad/ Tastatur
Das Trackpad ist sehr angenehm. Die Trackpadfläche ist etwas angeraut, damit man sie gut erfühlen kann. Der Dell Mini 9 hat zwei separate Mousetasten, die etwas „wackelig“ in dem Gehäuse liegen. Am rechten Rand des Trackpads befindet sich eine, nicht eingezeichnete, Scrollleiste. Per Fingertipp kann man so angenehm, und einfach durch die Internetseiten scrollen.
Display
Das Glossy-Display ist gestochen scharf. Bilder und Internetseiten werden kristallklar und farbenfroh dargestellt. Mit der Helligkeit auf höchster Stufe ist es sogar möglich im Freien zu surfen. Positiv fällt hierbei der hohe Neigungswinkel des Displays auf. Die Auflösung beträgt 1024×600.
Betriebssystem
Dell -Ubuntu
Dell hat Ubuntu etwas aufgepeppt. Neben der klassischen Ubuntuoberfläche, kann man auf dem Dell Mini eine „Dell-Ubuntu“- Oberfläche wählen. Diese Oberfläche ist noch benutzerfreundlicher. In der Mitte des Displays erscheint dann eine silberne Leiste, die einzelne Programmgruppen anzeigt z.B „Internet“. Klickt man diese Programmgruppe dann an, erscheinen sämtliche Programme aus diesem Bereich. Mit der linux-typischen Vorgehensweise kann man aber wie gewohnt Programme hinzufügen, oder aber entfernen.Die Geschwindigkeit ist sehr gut. Es gibt keine Wartezeiten, oder größere Verzögerungen, allerdings habe ich auch die max. 2 GB Ram verbaut.
Ubuntu 9.04 (Jaunty Jackalope)
Die Dell-Ubuntu-Oberfläche ist absolut funktional, aber ich wollte nicht auf die neueste Ubuntuversion verzichten, daher habe ich Ubuntu 9.04 installiert. Ubuntu 9.04 läuft absolut flüssig auf dem Dell Mini, fast noch ein bisschen schneller als die vorinstallierte Version 8.04. Alles Funktionen (Wlan, Sleep-Funktion, Fn-Tasten) funktionieren Out Of The Box.
Akku
Der Akku hält mit Wlan und etwas abgedunkelten Display knappe 4 Stunden. Es gibt Netbooks mit besseren Laufzeiten (siehe NC10), aber dann auf Kosten des Formfaktors.
Fazit
Mit dem Mini 9 hat Dell ein ausgeklügeltes Netbook entwickelt. Die Verarbeitung ist absolut hochwertig, bisher kann diese nur von HP/ Compaq ( Mini 1000 usw) getoppt werden. Ich habe mich ganz bewusst wieder für ein 9″ Netbook entschieden, da ich doch mit den 10″ Books nicht das bekommen habe was ich eigentlich wollte – ein Netbook. Ausserdem ist die SSD absolut praktisch, schnelle Datenverarbeitung, und Stoß-und Bewegungsunempfindlich.
Eine super Besonderheit hat der kleine Kerl auch noch zu bieten, er hat KEINE Lüfter, und ist daher super leise. Sogar leiser als mein Macbook.
Lieferung
Das ist das erste Netbook wo ich etwas über die Lieferung schreibe. Dies war meine erste Bestellug bei Dell, und ich habe sie zwischenzeitlich wirklich bereut.
06.05
Bestellung, aber leider Fehlermeldung bei der Zahlungsart „Sofort-Überweisung“.
07.05 ( voraussichtliches Lieferdatum 26.05)
Stornierung der ersten Bestellung, dann mit Kreditkarte bezahlt. An diesem Tag wurde meine Kreditkarte geprüft -> keine Probleme
08.05
Phase3: Produktion
In dieser Phase verweilte mein Netbook dann bis zum 19.05. Dann verlegte Dell meinen Liefertermin vom 26.05 einfach auf den 08.06. Laut Hotline war der Prozessor nicht vorrätig.
19.05 ( neues Lieferdatum 08.06)
Tja so kann es gehen – einfach den Termin nach hinten verlegen.
22.05
Seltsamerweise landete mein Netbook dann doch zeitig im Versand.
27.05
Zustellung
Die Hotline war sehr unkooperativ. Keiner konnte mir sagen, ob meine Sofortüberweisung geklappt hat. Auf die Rückrufe der Finanzabteilung warte ich noch heute, und 4 Wochen für ein einfach Netbook ist im Prinzip auch deutlich zu lange. Von einem der größten Computerhändler der Welt hätte ich mehr Service erwartet. Die Hotline von Dell erinnert mich stark an die von Medion.
Allerdings muss ich sagen, dass der Mini 9 ein absolutes Highlight ist
Alle Netbookreviews








